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Montag, 16.10.2017 , 18.00 Uhr +
Dienstag, 17.10.2017, 20.30 Uhr

INSYRIATED

INSYRIATED

von Philippe Van Leeuw
Belgien 2017, Ov d/f 85'

 

Ein Mann steht rauchend am Fenster. Seine zwei kleinen Enkelinnen streiten sich, wer als erste ins Badezimmer darf. Ihre Mutter Oum Yazan bereitet das Frühstück zu. Szenen, die alltäglich wirken – doch draussen herrscht Krieg. Die resolute Oum Yazan bemüht sich nach Kräften, ihre kleine Wohnung zu einem sicheren Hafen für ihre Familie und ihre Nachbarn zu machen. Sie versucht, das ganz normale Leben aufrechtzuerhalten und auszublenden, was rund ums Haus geschieht. Doch früher oder später muss auch sie die Tür öffnen und die Wirklichkeit hereinlassen...

 

«Insyriated» zieht die Zuschauerinnen und Zuschauer unmittelbar hinein in den Alltag von Menschen, die ihr einst trautes Heim nicht mehr verlassen können, ohne in Gefahr zu geraten. Eindringlich schildert der Spielfilm die Lebensumstände von Männern und Frauen, für die jede noch so kleine Entscheidung weitreichende Folgen hat. Regisseur Philippe Van Leeuw hat für «Insyriated» an der diesjährigen Berlinale den Publikumspreis gewonnen. Sein meisterlich inszenierter, packender Film ist ein universelles, humanistisches Plädoyer von grosser Dringlichkeit.

 

«Diese Momentaufnahme genügt Philippe Van Leeuw, um die humanitäre Katastrophe des Bürgerkriegs in Syrien dingfest zu machen. Der belgische Regisseur [...] verleiht dessen Opfern eine Sichtbarkeit, die sie in den Medien längst nicht haben. Der Film will nahe bei seinen Figuren bleiben. Er führt ins Private, lotet nicht die politischen Widersprüche dieses Krieges aus. Insyriated ist ein verzweifeltes, ein zorniges Kammerspiel.» (Filmbulletin) 

 

«„Insyriated“ zeigt dabei eindrucksvoll: Dieser Kampf ist nicht zu gewinnen. Im Krieg gibt es keine Gewinner und keine richtigen Antworten. Man kann nur genauer hinschauen und vom Kriegstreiben berichten. Das ist die Agenda dieses Film.» (Profil) 

 

«Der Regisseur verzichtet auf explizite Gewaltszenen und Spezialeffekte. Dass der Film dennoch gelingt, liegt an den grossartigen Darstellern - die abgesehen von der Mutter und Halima syrische Flüchtlinge sind.» (RP online)

 

«Der allumfassende Schrecken des Krieges in Syrien wird hier auf der Mikroebene verhandelt und offenbart sich so auf ganz unmittelbare Weise.» (epd)


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