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Winterthur: Film aus Paraguay gewinnt Hauptpreis der Kurzfilmtage 2012

Winterthur: Film aus Paraguay gewinnt Hauptpreis der Kurzfilmtage 2012

11.11.2012    

Der 30-jährige Paraguayer Federico Adorno gewinnt mit seinem Film «ISLA ALTA» den Hauptpreis der 16. Internationalen Kurzfilmtage Winterthur (6.-11. November 2012).

 

Den Schweizer Preis vergibt die Jury an den in Lissabon spielenden Film «OS VIVOS TAMBEM CHORAM» des Waadtländers Basil Da Cunha. Der Publikumspreis geht an geht an die Schweizerin Thaïs Odermatt mit ihrem Dokumentarfilm «KURT UND DER SESSELLIFT». Mit 16’000 Eintritten verzeichnete das Festival, das neu sechs Tage dauerte, einen neuen Besucherrekord.

 

Der Siegerfilm «ISLA ALTA» zeigt eine unbeachtete Welt der Gewalt, Entfremdung und emotionalen Verkümmerung mitten in der Wildnis. Er überzeugte die Jury durch seine poetische Energie, mit welcher der Film seine Geschichte ohne Worte erzählt.

Der als bester Schweizer Film ausgezeichnete «OS VIVOS TAMBEM CHORAM» beschreibt das Leben eines von Fernweh geplagten Dockarbeiters in Lissabon. Die Jury vergibt diesen Preis für das filmische Eintauchen in eine Gesellschaft, welche sowohl historisch als auch wirtschaftlich dem Niedergang geweiht ist, für die kraftvolle Umsetzung der poetischen Geschichte, für die talentierte Schauspielerführung von Laiendarstellern und für das behutsame Einfliessen des Unerwarteten in die Erzählung.

 

Der Förderpreis für ein Regietalent im Internationalen Wettbewerb geht an Sayad Qasem Hossaini für «DEATH TO THE CAMERA». Die Jury lobt den Film als einen Dokumentarfilm, der Frauen und Männern am Rande der Gesellschaft eine Bühne bietet, um sie mit ihrer Stimme über Ungerechtigkeit und Manipulation reflektieren zu lassen. Die fast magnetische Anziehungskraft des dokumentarischen Mediums wird in diesem Film kraftvoll eingesetzt und darum mit dem Förderpreis belohnt.

 

Lobend erwähnt wurden «A DAY IN THE OPEN» von Govinda Van Maele aus Luxemburg und «THE METAMORPHOSIS» des Südkoreaners Yun Ki-nam.


Den Schweizer Kamerapreis erhält Pauline Richon für ihre Arbeit im Film «COUP DE SOLEIL» der Regisseurin Natalia Ducrey. Die Jury war beeindruckt von der Kameraführung, die in zarten Liebkosungen das wachsende Gefühl der tiefen Freundschaft zwischen drei jungen Mädchen während eines vergnüglichen Sommers porträtiert.

 

Insgesamt wurden im diesjährigen Internationalen und Schweizer Wettbewerb Preise im Gesamtwert von 53'500 Franken vergeben.


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