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Oscar: Schweizer Kurzfilm «Parvaneh» nominiert

Oscar: Schweizer Kurzfilm «Parvaneh» nominiert

15.01.2015    

 

Der Schweizer Kurzfilm «Parvaneh» der gebürtigen Iranerin Talkhon Hamzavi ist einer der fünf Nominierten in der Kategorie Best Live Action Short Film an der Oscar Verleihung 2015 (87. Academy Awards).

 

Der Film der Absolventin der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) ist somit im Rennen für die renommierteste filmische Auszeichnung, die am 22. Februar 2015 in Los Angeles vergeben wird. 

 

141 Kurzfilme hatten sich für eine Nomination qualifiziert, zehn davon hat die Academy of Motion Picture Arts and Sciences auf die Shortlist gesetzt. Fünf Filme dieser Kategorie wurden schliesslich für einen Oscar nominiert. Insgesamt waren dieses Jahr sieben Schweizer Kurzfilme Anwärter auf eine Oscar-Nominierung.

 

Diese prestigeträchtige Nomination ist der Höhepunkt in der beeindruckenden Karriere des Kurzfilms «Parvaneh». Er wurde weltweit an zahlreichen Festivals gezeigt und mehrfach prämiert. Hamzavi gewann mit «Parvaneh» 2013 bereits die silberne Medaille in der Kategorie bester ausländischer Film an den 40. Student-Academy-Awards. Ausserdem wurde die ZHdK-Produktion mit dem renommierten Deutschen Nachwuchspreis First Steps Award als Bester Kurzfilm unter 25 Minuten Länge ausgezeichnet.

 

Mit «Parvaneh» schloss die 1979 in Teheran geborene und in der Schweiz aufgewachsene Regisseurin Talkhon Hamzavi 2012 ihr Masterstudium Film an der ZHdK ab. Der Kurzfilm zeigt eine Momentaufnahme eines fiktiven Flüchtlingsschicksals in der Schweiz.

 

Parvaneh, eine junge afghanische Migrantin, lebt in einem Durchgangszentrum in den Schweizer Bergen. Als sie von der Krankheit ihres Vaters erfährt, reist sie zum ersten Mal nach Zürich, um ihrer Familie Geld zu schicken. Dies ist der Beginn einer Reihe unterschiedlichster Begegnungen.

 

«Es ist unfassbar. Als ich mit dem Projekt begonnen habe, war es mein Ziel eine kleine berührende Geschichte über das ‚Fremd sein’ zu erzählen», sagt Hamzavi. «Nicht in meinen entferntesten Träumen habe ich damit gerechnet, dass unser Film es bis zu den Oscars schafft. Ich bin riesig erfreut und sehr stolz auf den Film und auf alle die mitgewirkt haben.» Derzeit schreibt sie am Drehbuch ihres ersten Langspielfilms.

 

Ausführender Produzent war Stefan Eichenberger, der als Studierender in der Vertiefung Filmproduktion an der ZHdK eingeschrieben war und nun das Berner Büro der Produktionsfirma Contrast Film leitet. Der junge Schweizer Produzent freut sich riesig über die Erfolgsgeschichte des Films: «Die Oscar-Nomination ist eine wahnsinnige Geschichte! Wir begannen als kleiner Studentenfilm – und nun sind wir plötzlich in Hollywood, der weltweit grössten Filmmetropole. Als wir den Film fertiggestellt hatten, hofften wir, dass er an dem einen oder anderen kleinen Festival gezeigt würde – und jetzt hat er die Chance auf den Gewinn der höchsten Auszeichnung, die ein Film überhaupt erhalten kann! Unglaublich!»


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