EN GANSKE SNILL MANN
Im kino qtopia
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Ulrik ist gerade den schwedischen Gardinen entronnen, da stellt sich ihm die Frage – neues Leben oder altes? Eigentlich möchte er schleunigst die ungnädige Vergangenheit so weit wie möglich hinter sich lassen. Seinen Sohn will er wiedersehen und sich an dessen Nachwuchs erfreuen. Wie es sich für einen in die Jahre gekommenen Gangster gehört. Er findet einen Job in einer Autowerkstatt, bekommt eine Topfpflanze geschenkt und verliebt sich in die Tochter vom sehr redseligen Chef. Eine verschrobene alte Dame gibt ihm Kost und Quartier und will als Gegenleistung lediglich auch ihren – erotischen – Appetit gestillt wissen. Einem ganz normalen Leben steht also eigentlich nichts mehr im Wege.
Wenn da nicht die offen gebliebenen Rechnungen wären. Sein Gangsterfreund Jensen bedrängt ihn, dort weiterzumachen, wo er einst aufgehört hat. Den Verräter von damals hat Ulriks alte Bande ausfindig gemacht und den nötigen Schlachtplan noch dazu. Doch ganz so einfach gehen Familie und Verbrechen eben nicht zusammen. Plötzlich soll Ulrik seinen Enkel nicht mehr sehen dürfen, seine Freundin will nichts mehr von ihm wissen und Jensen drängelt immer weiter, endlich auf Rache statt auf Ruhe zu sinnen. Denn Gangster vergessen nicht. Obwohl sie manchmal gerne würden.
Subtiler Humor, entwaffnendes Understatement, skurriler Charme - EN GANSKE SNILL MANN steht in der besten Tradition skandinavischen Kinos. Dem norwegischen Regisseur Hans Petter Moland gelang eine unwiderstehlich lässige und eloquente Komödie über ein Leben im Imperfekt, über das Menschsein als Fehlersein in einer durch und durch rationalisierten Welt.
«Die Parallelen zum Universum von Aki Kaurismäki liegen nahe. Moland zeigt indes, dass es eine weiter gefasste skandinavische Ästhetik des Skurril-Morbiden gibt.» (Berliner Zeitung)
«Political Correctness ist kein Hauptanliegen des norwegischen Regisseurs Hans Petter Moland. Doch was er aus seinen Darstellern herausholt, ist grossartig. Am beeindruckendsten ist dabei Stellan Skarsgård als Ulrik. Für die Rolle hat sich der 1,93 m grosse Schwede einen schauerlichen Pferdeschwanz wachsen lassen. Dennoch strahlt er auch in den peinlichsten Situationen Würde aus.» (Züri-Tipp)
«Der garstige Witz und die lakonische Situationskomik, mit der Ulriks Bestreben nach einem normalen Leben gezeigt werden, kippen gegen Ende in skandinavische Düsternis. Aber eine völlig aberwitzige Verkettung glücklicher Umstände sorgt für einen guten, wenn auch zynischen Ausgang.» (BR online)
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