NA PUTU
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NA PUTU
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NA PUTU
Luna und Amar sind ein verliebtes Paar. Sie haben begehrte Jobs und geniessen das Leben im pulsierenden Alltag von Sarajevo. Sie ist als Flight Attendant viel in der Luft, und er verliert manchmal an Boden, wenn er ein Glas zu viel hebt. Als man ihn im Tower mit Schnaps im Kaffee erwischt, wird Amar suspendiert.
Beim Ausflug zum Riverrafting trifft er auf einen alten Bekannten, findet durch ihn eine Anstellung in einer ultrakonservativen religiösen Gruppierung und beginnt sich zu verändern. Die lebensfrohe Luna versteht ihn immer weniger. Sie muss sich entscheiden, wie viel an eigenen Werten sie für die Liebe aufgeben will. Und sie fragt sich: Wie viel Religion erträgt der Mensch? Jasmila Žbanić ("Grbavica") hat einen ebenso einfühlsamen wie hochgradig aktuellen Liebesfilm gestaltet.
«„Na putu“ ist ein Beziehungsdrama in scharfen Kontrasten: In der Disco ist das Leben laut und ungezwungen, im Zeltlager bei den Burkas und den Bärten herrscht züchtiger Frieden. Pädagogisch wertvolles Kino für diskussionsfreudige Schulklassen? Sicher. Aber man hätte sich (an der Berlinale 2010) mehr solche Filme gewünscht, die so unmittelbar an der Gegenwart andocken und den Fragen, die sie aufwerfen, auch erzählerisch gewachsen sind.» (Tages-Anzeiger)
«Differenziert und ohne moralischen Zeigfinger spiegelt die Filmautorin Jasmila Žbanić die Auswirkungen des religiösen Fanatismus im Nachkriegs-Bosnien in der Geschichte einer Entfremdung. Ein feinfühliger, starker Film!» (NZZ am Sonntag)
«In leisen Tönen und ruhigen Bildern erzählt Žbanić in „Na Putu“ von einem Liebespaar, das sich immer mehr entfremdet. Dabei denunziert sie Amar nie als Fanatiker, sondern zeigt ihn als jungen Mann, der auf der Suche nach einem Sinn in seinem Leben ist. Was tun, wenn einem das Liebste, das man hat, entgleitet? Diese Frage stellt Žbanić, ohne eine Antwort darauf zu geben.» (WOZ)
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