BROKEN LAND

Im kino qtopia

Dienstag, 03.03.2015
20:30 Uhr
BROKEN LAND

BROKEN LAND

von Stephanie Barbey
Schweiz, 2014, ohne Dialoge de/fr, 75'
BROKEN LAND
von Stephanie Barbey
Schweiz, 2014, ohne Dialoge de/fr, 75'

 

In der Wüstenlandschaft entlang der endlosen Grenze, welche die Vereinigten Staaten von Mexiko trennt, lebt eine kleine Gemeinde von Amerikanern im Schatten der Mauer, die sie vor illegaler Einwanderern schützten soll. Sie alle verfolgen die Spuren, die die Migranten beim Überschreiten der Grenze hinterlassen. Flüchtige Schatten auf den Überwachungskameras, von der Sonne gebleichte Gebeine oder einfach Fusspuren im Sand.

Die geisterhafte Präsenz derer, die hier durchreisen, wird für die wenigen Einwohner zur Obsession. Jeder von ihnen begegnet dieser gewaltigen Narbe, die bis zum Horizont reicht und alle möglichen paranoiden Wahnvorstellungen nährt, auf seine eigene Weise. Die einen verschanzen sich hinter einer Vielzahl von Überwachungsgeräten, erfasst von einer Furcht, deren Gegenstand sie nur schwer bestimmen können. Andere, die ihren Lebenssinn im Einzelgängertum suchen, fühlen sich zur Landesverteidigung aufgerufen. Wieder andere empören sich über diese ständige Grenzüberwachung, die auch ihren eigenen Alltag durchdringt, und versuchen, illegalen Einwanderern in Not zu helfen.

Eindringlich, aber schwer fassbar scheint das Bedrängnis, das die Menschen am Aussenposten einer Gesellschaft umreissen, die sich von der Aussenwelt abzuschotten versucht. Eine aufwühlende und brisante Bestandsaufnahme.

 

«Stephanie Barbey und Luc Peter blicken nur von der einen Seite auf diese «Welt zwischen Welten», die sich hier im Grenzgebiet auftut. Sie bleiben in Texas, zeigen fast ausschliesslich den Blick des reichen Nordens auf die Grenze, die von Menschen aus dem Süden unablässig perforiert wird. So entsteht das Porträt einer Obsession mit dem anderen, das durchaus widersprüchliche geistige Profil einer alltäglichen Politik der Abschottung. Kommt uns das bekannt vor?» (WOZ)

 

«Der Zaun, diese brutale, gewaltsame Narbe, die sich scheinbar unendlich durch die Landschaft zieht, sie ist ein ungemein starkes Bild in diesem eindrücklichen Film. Und eine Metapher dafür, wie sich hier eine Gesellschaft definiert.» (St. Galler Tagblatt)

 

«Wesentlich zur Beklemmung trägt die Tonspur bei. Franz Treichler, der Kopf der Freiburger Industrial-Band The Young Gods, hat einen unheimlichen, minimalistischen Elektro-Sound beigesteuert.» (NZZ am Sonntag)

 

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