BROKEN LAND
Im kino qtopia
BROKEN LAND
In der Wüstenlandschaft entlang der endlosen Grenze, welche die
Vereinigten Staaten von Mexiko trennt, lebt eine kleine Gemeinde von
Amerikanern im Schatten der Mauer, die sie vor illegaler Einwanderern
schützten soll. Sie alle verfolgen die Spuren, die die Migranten beim
Überschreiten der Grenze hinterlassen. Flüchtige Schatten auf den
Überwachungskameras, von der Sonne gebleichte Gebeine oder einfach
Fusspuren im Sand.
Die geisterhafte Präsenz derer, die hier durchreisen, wird für die
wenigen Einwohner zur Obsession. Jeder von ihnen begegnet dieser
gewaltigen Narbe, die bis zum Horizont reicht und alle möglichen
paranoiden Wahnvorstellungen nährt, auf seine eigene Weise. Die einen
verschanzen sich hinter einer Vielzahl von Überwachungsgeräten, erfasst
von einer Furcht, deren Gegenstand sie nur schwer bestimmen können.
Andere, die ihren Lebenssinn im Einzelgängertum suchen, fühlen sich zur
Landesverteidigung aufgerufen. Wieder andere empören sich über diese
ständige Grenzüberwachung, die auch ihren eigenen Alltag durchdringt,
und versuchen, illegalen Einwanderern in Not zu helfen.
Eindringlich, aber schwer fassbar scheint das Bedrängnis, das die
Menschen am Aussenposten einer Gesellschaft umreissen, die sich von der
Aussenwelt abzuschotten versucht. Eine aufwühlende und brisante
Bestandsaufnahme.
«Stephanie Barbey und Luc Peter blicken nur von der einen Seite auf diese «Welt zwischen Welten», die sich hier im Grenzgebiet auftut. Sie bleiben in Texas, zeigen fast ausschliesslich den Blick des reichen Nordens auf die Grenze, die von Menschen aus dem Süden unablässig perforiert wird. So entsteht das Porträt einer Obsession mit dem anderen, das durchaus widersprüchliche geistige Profil einer alltäglichen Politik der Abschottung. Kommt uns das bekannt vor?» (WOZ)
«Der Zaun, diese brutale, gewaltsame Narbe, die sich scheinbar unendlich durch die Landschaft zieht, sie ist ein ungemein starkes Bild in diesem eindrücklichen Film. Und eine Metapher dafür, wie sich hier eine Gesellschaft definiert.» (St. Galler Tagblatt)
«Wesentlich zur Beklemmung trägt die Tonspur bei. Franz Treichler, der Kopf der Freiburger Industrial-Band The Young Gods, hat einen unheimlichen, minimalistischen Elektro-Sound beigesteuert.» (NZZ am Sonntag)
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