DER SCHWARZE TANNER
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DER SCHWARZE TANNER
Im zweiten Jahr des Zweiten Weltkrieges tritt der bundesrätliche «Plan Wahlen» in Kraft. Mit einer landesweit verordneten «Anbauschlacht» soll er die Nahrungsmittel-Versorgung in der Schweiz sichern. Selbst Bergwiesen werden dafür in Ackerland umgewandelt. Das kann Kaspar Tanner (Otto Mächtlinger), Bauer im Dorf Oberschwand, nicht nachvollziehen. Die Verordnung aus Bern scheint ihm widersinnig, den Bodenverhältnissen in keiner Weise angepasst. Während sich die übrigen Dorfbewohner vom staatlichen Ackerbauleiter Steiner (Dietmar Schönherr) nach und nach für die neue Reglementierung gewinnen lassen, bleibt er eigensinnig bei seiner Überzeugung. Strafen werden ihm angedroht, er wird gebüsst. Eine behördlich verordnete Heuenteignung trifft seinen Hof schwer.
Doch Tanner, im Dorf nun isoliert, bleibt stur. Statt die kriegsbedingte Planwirtschaft zu akzeptieren, wirtschaftet er wieder autark, ganz im Sinne seiner Vorfahren. Dabei macht er sich auch noch des Schwarzhandels schuldig, kommt ins Gefängnis und gerät an den Rand des Todes.
Der Innerschweizer Autor Meinrad Inglin erfand den «Schwarzen Tanner», einen Bauern aus dem Berggebiet, der den Sinn des Kartoffelanbaus auf den Bergwiesen nicht begreift und sich darum vehement dagegen sperrt. Die Erzählung wiederum diente Xavier Koller als Vorlage zu seinem Film.