FÜR EINE SCHÖNE WELT

Im kino qtopia

Dienstag, 16.02.2016
20:30 Uhr
FÜR EINE SCHÖNE WELT

FÜR EINE SCHÖNE WELT

von Erich Langjahr
Schweiz, 2016, DE , 74'
FÜR EINE SCHÖNE WELT
von Erich Langjahr
Schweiz, 2016, DE , 74'

Der Filmemacher Erich Langjahr porträtiert in "Für eine schöne Welt" zwei Künstler, die er seit langem persönlich kannte beziehungsweise kennt: Gottfried Honegger (1917-2016) und Kurt Sigrist (1943). Ihn interessierte, was die beiden mit ihrer Kunst unserer Zeit entgegenstellen.
 
Bei Gottfried Honegger, dem letzten Vertreter der «Zürcher Konkreten», steht das kreative Sehen und die Geometrie im Zentrum des Filmes. Er geht der elementaren Frage nach: Was steckt eigentlich hinter der Kunst, von Altamira bis heute? Er reflektiert über die Bedeutung des Sehens und der Wahrnehmung und denkt über die Wirkung auf den Menschen nach. Er plädiert für eine Gesellschaft, die wieder  vermehrt von der Kultur bestimmt ist.
 
Kurt Sigrist, ein Künstler im Umfeld der Objektkunst und Skulptur, sprengt Normen. Ihm geht es um den Bezug von Räumen und Orten, um das Erlebnis von Innen und Aussen, von Ein- und Ausblicken. Viele Objekte sind geprägt von leeren Räumen, die wir füllen müssen mit unseren Erfahrungen, Gedanken, Ideen und Assoziationen. Es sind eigentliche sakrale Stationen inmitten unserer hektischen Zeit.

So wie die beiden Künstler hat Langjahr als Filmemacher den Anspruch, dass der Betrachter oder der Zuschauer ein Bild oder einen Film zu einem Ganzen, zu seinem persönlichen Erlebnis macht und dem Erlebten selbst einen Sinn gibt.

«Hypnotisch gebannt, erkennt man die Schönheit dieser Welt in einem archaischen Arbeitsprozess – die Kunst ist dabei nur die Hebamme.» (Tages-Anzeiger)

«"Für eine schöne Welt" lässt einen spüren, was hinter der Kunst von Honegger und Sigrist steckt. Und ebenso, was die Filmkunst von Erich Langjahr ausmacht.» (Neue Luzerner Zeitung)

«Erich Langjahr setzt in seinem Film auf lange, ruhige Aufnahmen und lässt so den Zuschauer die Arbeiten dieser beiden gegensätzlichen Künstler nach und nach verstehen. Man zieht die Bilder förmlich in sich rein und hat am Schluss den Eindruck, einen neuen Zugang zu den beiden Meistern gefunden zu haben.» (Kulturtipp)

«Erich Langjahr fügt mit seinem Film unserer Ursprungsfrage – Werk oder Künstler? – noch einen weiteren Aspekt zu: jene, wie man sich dem Werk nähert. Was er nicht beantworten kann, ist, was dem Zuschauer besser gefällt. Das liegt im Auge des Betrachters.» (Tageswoche)

«Für eine schöne Welt rückt in elegischen Bildern und langen Einstellungen die beeindruckenden Werke der Beiden in den Mittelpunkt und sorgt für ein sinnliches Filmerlebnis, das komplex und vielschichtig ist.» (Blick)

«Persönliche Beziehungen, ein kluges Konzept, eine sorgfältige Montage und sparsame sphärische Musikklänge ergeben einen interessanten, anregenden, vielschichtigen Film. Der Film lädt uns ein, zu schauen, zu hören, zu fühlen, zu denken und am Schluss wahrzunehmen.» (Seniorenweb)

«"Für eine schöne Welt" ist ein spannendes und zugleich rührendes 74 Minuten dauerndes Filmdokument mit der unverkennbaren Handschrift Erich Langjahrs, der damit seinen Anspruch an sich selbst erfolgreich erfüllt, den Zuschauer zur Reflexion über Kunst in der Gegenwart anzuregen. In einer Gegenwart, die von Hektik und Unruhe geprägt ist.» (Zugkultur.ch)

«Für eine schöne Welt ist ein verschmitzter und inhaltlich fesselnder Essay-Film, an dessen Kristallisationspunkt eine einzige, wichtige Frage aufflammt: die nach dem Ort, den die Kunst in der heutigen schnelllebigen Welt findet, und welche Aufgabe ihrem Erleben noch zukommt.» (Movie News)

«Unter den Augen von Künstler und Filmer gehen die Arbeiter mit heiligem Ernst zu Werke: hoch konzentriert, fachmännisch, schwitzend vor Hitze. Und all dies, damit am Ende etwas Schönes und Erstaunliches seinen Weg in die Welt findet.»
(Bündner Tagblatt)

«Langjahr vermittelt sehr subtil und einfühlsam Ein- und Aussichten der Arbeiten, den philosophischen, denkwürdigen Hintergrund der Kunstschaffenden. So sind denn auch keine eigentlichen Porträts entstanden, sondern Reflexionen und Impressionen ihrer Arbeiten, ihrer Haltung, ihres Verständnis zur Kunst, zur Umwelt.» (literaturundkunst.net)

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