DORA ODER DIE SEXUELLEN NEUROSEN UNSERER ELTERN
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DORA ODER DIE SEXUELLEN NEUROSEN UNSERER ELTERN
DORA ODER DIE SEXUELLEN NEUROSEN UNSERER ELTERN
DORA ODER DIE SEXUELLEN NEUROSEN UNSERER ELTERN
Stina Werenfels’ Adaption eines Theaterstücks von Lukas Bärfuss ist ein furchtloses und anrührendes Drama über eine geistig behinderte junge Frau, die ihren Körper, die Sinnlichkeit, schliesslich auch den Sex entdeckt. Ein intensiver Film, direkt und unverblümt, herausragend gespielt, mit eindringlichen Bildern.
Dora ist 18 und voller Entdeckungsfreude. Ihre beruhigenden Medikamente hat ihre Mutter Kristin erst kürzlich abgesetzt. Ungebremst stürzt sich die geistig behinderte junge Frau nun ins Leben und findet Gefallen an einem Mann. Bald haben die beiden spontan Sex - zum Erschrecken von Kristin. Dora trifft sich ohne das Wissen ihrer Eltern weiterhin mit dem zwielichtigen Mann, der sichtlich von ihrer befreiten Sinnlichkeit angetan ist. Während ihre Mutter sich vergeblich ein zweites Kind wünscht, wird Dora schwanger...
Sensibel hat Regisseurin Stina Werenfels («Nachbeben») den Theater-Stoff in einen Film von grosser visueller Kraft umgesetzt. Besondere Intensität gewinnt ihr Werk dadurch, dass sie immer wieder Doras Blick auf die Welt zeigt und damit zwei Wahrnehmungen nebeneinander stellt: jene der jungen Frau und jene ihrer Umgebung.
«Werenfels ist geglückt, was im Schweizer Film nur selten glückt: Formal und inhaltlich mit Köpfchen das Publikum vor das Köpfchen zu stossen, zu unterhalten und zu erwärmen. Das Stück von Lukas Bärfuss erweist sich im Film erneut als starker Kern.» (Tages-Woche)
«Dabei ist ihr die seltene Balance zwischen ernsthaften und witzigen Momenten wunderbar gelungen. Auch visuell wird dieser etwas andere Ablöseprozess eines Kindes von seinen Eltern wahrhaftig umgesetzt, immer nah an den Gefühlen der einzelnen Figuren.» (Medien-Tipp)
«Der Film ist wuchtig und unbequem, lebensbejahend und regt zu Diskussionen an. Victoria Schulz in der herausfordernden Hauptrolle ist eine Entdeckung. Und Jenny Schily als Mutter und Lars Eidinger als Peter, der die unvoreingenommene sexuelle Neugier von Dora schamlos ausnutzt, sind ebenso glänzend.» (St. Galler Tagblatt)
«Das alles ist oft hochgradig unbehaglich, immer wieder sehr komisch, und manchmal beides zugleich, wie dort, wo die hochschwangere Dora mit einer Babypuppe den Alltag als Mutter üben soll: Situationskomik, aber man sitzt wie auf Nägeln. Die sinnestrunkene Kamera von Lukas Strebel, das tolle Ensemble um die Debütantin Victoria Schulz, die Ausstattung, die bis ins Detail ironisch aufgeladen ist: Dieser Film ist eine verführerische Zumutung, die unsere Sinne und unser Denken schärft.» (WOZ)
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