KAMPF DER KÖNIGINNEN
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KAMPF DER KÖNIGINNEN
KAMPF DER KÖNIGINNEN
Jedes Jahr wird Anfang Mai in Aproz im Kanton Wallis das kantonale Finale der Ringkuhkämpfe veranstaltet. Mit Spannung verfolgen 10'000 begeisterte Zuschauer den Wettkampf, an dem die stärkste Eringer Kuh zur Königin erkoren wird. Für die Züchterinnen und Züchter dieser urtümlichen Rasse ist das traditionelle Kräftemessen der Tiere der Höhepunkt des Jahres.
KAMPF DER KÖNIGINNEN verfolgt die Kühe in ihren harten Duellen im Ring und deren mitfiebernde Bäuerinnen und Bauern. Der «Combat de reines» ist mit grossen Hoffnungen und Emotionen verbunden: Während sich der engagierte Bauer Beat für seine disziplinierten Trainingsvorbereitungen mit dem Ruhm eines Sieges belohnen möchte, versucht eine jugendliche Motorradgang, der attraktiven siebzehnjährigen Kuhzüchterin Deborah näher zu kommen. Die jedoch hat nur Augen für ihre Kuh Melancholie. Andreas, der etwas unbeholfene Amateurjournalist aus Zürich, erhofft sich durch seine Reportage, die Grossstadtmenschen für diesen exotischen Heimatevent begeistern zu können.
KAMPF DER KÖNIGINNEN verwebt als moderner Heimatfilm in eindringlichen Schwarz-Weiss-Bildern das Archaische dieses Spektakels mit den modernen Lebenswelten der einzelnen Protagonisten. Ohne die Tradition zu idealisieren, nimmt der junge Walliser Regisseur Nicolas Steiner sein Publikum auf eine eindrückliche Reise an ein rauschendes Volksfest mit, auf der es dem alles entscheidenden Moment entgegenfiebert: der Krönung der Königin.
«An keinem Punkt mokiert sich der Regisseur, der selbst in einem kleinen Dorf im Süden der Schweiz aufgewachsen ist, über die merkwürdigen Riten der Provinzler, im Gegenteil. Wie sie umeinander werben oder sich Respekt verschaffen, notiert sein Film so leichthändig, wie er die Schönheit und gelassene Kraft der Tiere bewundert. Tradition und Moderne scheinen plötzlich versöhnt zu sein, den Kühen sei Dank.» (sueddeutsche.de)
«In stilisierten schwarz-weiss Aufnahmen präsentiert der Film sorgfältig ausgewählte Eindrücke, die sich zu einem zeitlich entrückt wirkenden Stimmungsbild zusammenfügen. Beim grosse Finale wird die Stilisierung auf die Spitze getrieben: In extremer Zeitlupe scharren Hufe, prallen Köpfe aufeinander und verhaken sich Hörner – begleitet vom dramatischen Jodel-Blues der Sängerin Erika Stucky. Steiner kontrastiert die animalische Rohheit und die folkloristische Behäbigkeit mit kühler Ästhetik und moderner Musik: Eine Hommage, die Distanz hält, und gerade dadurch einen bestechenden Zugang zum traditionellen Thema findet.» (CINEMA)
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