A PIGEON SAT ON A BRANCH REFLECTING ON EXISTENCE
Im kino qtopia
A PIGEON SAT ON A BRANCH REFLECTING ON EXISTENCE
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A PIGEON SAT ON A BRANCH REFLECTING ON EXISTENCE
Das Banale wird ebenso wie das Heroische mit schräger Ironie und doch voller Mitgefühl vorgeführt. Urkomisch und verstörend tragen die eindrücklichen akribisch komponierten statischen Einstellungen alle Insignien eines wahrlich einzigartigen Filmemachers.
Sam und Jonathan sind zwei glücklose und etwas kummervolle Vertreter für Scherzartikel. Als Handlungsreisende sind sie in wichtiger Mission unterwegs: sie wollen helfen, Spass zu haben. Da die Welt voller Enttäuschungen und eine seltsam einsame Angelegenheit ist, haben sie sich auf die Klassiker unter den Kuriositäten spezialisiert: Vampirzähne, Lachsack und eine groteske Monstermaske. Weil das Verkaufen eine grässliche Angelegenheit ist, tun sich Sam und Jonathan oft schwer, die Ware mit dem nötigen Schwung unters Volk zu bringen und sind sich äusserst uneinig, welche Präsentationsstrategie die richtige ist.
Denn Freude zu verbreiten in einer sonst fahlen Welt ist schwer. Doch Verkaufen müssen sie den Spass, denn das Verkäuferduo ist furchtbar pleite. Mit der Träne im Gesicht und dem Lachsack im Vertreterkoffer gehen sie auf eine phantastische Reise durch Räume der Geschichte und finden sich in traumverlorenen Erinnerungen wieder – an verliebte Könige, getauschte Küsse und fröhlich gurrende Tauben.
Der Gewinner des Goldenen Löwen von Venedig schickt uns auf eine märchenhafte Irrfahrt durch Menschliches und Allzumenschliches. Es ist eine Reise in grandiosen Sketchen, die die Schönheit eines einzelnen Moments offenbaren, aber auch die Verlorenheit anderer, den Humor und die Tragik, die in uns wohnen, die ganze Pracht des Lebens und die unvermeidliche Schwäche der Menschen.
«Eine herrliche Groteske hinter deren knochentrockenem Humor sich die Abgründe der menschlichen Existenz verbergen. (...) Genial ist dieses Kunststück Anderssons, seine zwischen Verunsicherung und Vergewisserung changierende Sicht auf die Welt.» (NZZ)
«Dieses derart grotesk und absurd inszenierte Kinotheater, das Andersson macht, diese Tableaus, die dann plötzlich zu leben beginnen, sind, so seltsam starr sie sind, auch unglaublich mehrschichtig. In jeder Szene geht es um menschliche Dramen, um Liebe, Freundschaft, aber auch um Selbstzweifel, um Pessimismus, ums Altwerden.» (SRF)
«Die Trivialität des Alltags und die hohe Kunst – beides verschmilzt in Roy Anderssons Film zu einem melancholischen und trotz aller Tristesse und Trauer hoffnungsvollen Blick auf das Leben. Beides macht auch seine stilistische Qualität aus: selten hat grosse Kunst so einfach ausgesehen.» (programmkino.de)
«Der unangefochtene Meister des Absurden perfektioniert das Spiel mit der Zeit in diesem Kaleidoskop über das Menschliche und Allzumenschliche, der Grat zwischen Schmerz und Komik, Monster und Mensch ist schmal. Im letzten Kapitel „Homo Sapiens“ degeneriert der Mensch ohne Achtung vor dem Anderen zur Inkarnation des Bösen. Wenn in verschiedenen schwedischen Varianten mehrmals „Glory Glory Hallelujah“ erklingt, möchte man einfach mitsingen. Kunstkino kann wunderschön sein.» (kino.de)
«Fünf von fünf Sternen. Ein skandinavisch-surreales Geniestück. Kino in einer anderen Dimension.» (The Times)
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